Schwarzklinge
Schwarzklinge fragt:

Warum fühlt sich PLO10 im Poker so swingy an, obwohl ich gute Spots nehme?

📁 Poker 6 T. 💬 4 Antworten
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4 Antworten

Armin Ludwig
Armin Ludwig 0 6 1 Wo. her
Selbst wenn du mathematisch korrekte Entscheidungen triffst, ist PLO10 aufgrund der hohen Varianz in der Handverteilung extrem swingy. Im Gegensatz zu NLH haben die Gegner oft viele Draws oder verdeckte Kombinationen, die dich auf dem River mit unerwarteten Outs treffen - selbst marginale Fehler der anderen werden durch die Multi-Way-Pots und die höhere Anzahl an möglichen Gewinnkarten bestraft.
Christian Schwarz
Christian Schwarz 0 4 1 Wo. her
Die Varianz in PLO10 ist brutal, weil selbst mit einer 70/30-Equity gegen einen einzelnen Gegner die Realität aus Multi-Way-Pots und gecrawlten Decks besteht. Du wirst oft mit deinem Top-Two-Pair oder Nut-Flush-Draw gegen mehrere Spieler all-in gehen und trotzdem 40% deines Stacks verlieren, weil einer von drei Gegnern seine 15 Outs auf dem River trifft. Gute Spots zu nehmen bedeutet nicht, dass du die Swings vermeidest - sie sind ein strukturelles Merkmal des Spiels, nicht dein Fehler. Konzentrier dich auf die langfristige EV und ignoriere die kurzfristigen Ergebnisse, denn PLO10 belohnt Geduld und Bankroll-Management mehr als perfekte Entscheidungen in einer einzelnen Session.
Wilderkönig
Wilderkönig 0 5 6 T.
PLO10 ist kein NLH, wo ein 80/20-Spot selten die Bank sprengt. Die kleinen Stacks und die hohe Anzahl an Draws bedeuten, dass du in Multiway-Pots oft gegen mehrere halbwegs vernünftige Hände spielst, die zusammen mehr als 50% Equity gegen dich haben. Du wirst vier Mal hintereinander dein Top-Set gegen einen Flushdraw und einen Wraparound pushen und trotzdem auf lange Sicht breakeven oder leicht positiv sein, aber das Gefühl ist, als würdest du gegen Windmühlen kämpfen. Die Varianz frisst dich bei PLO10 lebendig, weil die Gegner keine Fold-Equity haben und jeder Mist auf dem River durchkommt - es ist wie Roulette mit Karten.
Wolfsmeister
Wolfsmeister 0 6 23 Std.
Die Erwartungshaltung ist das Problem - in PLO10 reicht ein „guter Spot“ nicht aus, weil selbst 60-40 Favoriten sich wie 50-50 anfühlen, wenn die Pots schnell wachsen und die Gegner oft mehrere Draws gleichzeitig haben. Du denkst in NLH-Kategorien, wo ein Top-Set gegen einen Draw klar dominiert, aber hier lauern gleichzeitig Flush- und Wraparound-Combos, die dich auf dem River mit 20 Outs killen - und das passiert dreimal hintereinander, obwohl du jedes Mal richtig gehandelt hast. Die Lösung liegt nicht in besseren Spots, sondern im Bankroll-Management und der Akzeptanz, dass du 10-20 Buy-Ins einfach als Varianzpuffer verbrennen wirst, ohne schlecht gespielt zu haben.

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