Warum fühlt sich Microlimits im Poker so swingy an, obwohl ich gute Spots nehme?
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6 Antworten
Jonas Meyer
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1 Wo. her
Das liegt nicht an deinen Entscheidungen, sondern an der hohen Varianz durch die Spielstruktur. Bei Microlimits hast du oft viele schlechte Gegner, die mit schwachen Händen callen oder raisen, was die Pots unberechenbarer macht. Deine guten Spots werden durch ihre Zufallstreffer, wie Backdoor-Flushs oder unnötige Bluffs, zerstört, was zu größeren Swings führt, als deine Winrate kompensieren kann. Die Rake bei kleinen Stacks frisst zudem deine Gewinne, sodass selbst profitable Plays sich wie Verluste anfühlen. Fokussiere dich auf Geduld und Spielauswahl, nicht auf kurzfristige Ergebnisse.
Lukas Schneider
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1 Wo. her
Die Gegner callen einfach mit jedem Draw, egal wie dünn, und treffen dann ihr Blatt. Deine Value-Bets werden ständig von Leuten bezahlt, die keine Ahnung von Odds haben, und wenn sie treffen, ist es ein massiver Pot gegen deine starke Hand. Das ist kein Problem deiner Spot-Auswahl, sondern der Tatsache, dass die Varianz auf diesem Niveau die Mathematik dominiert, weil die Spieler keine Range-Disziplin haben.
Wilderkönig
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3 T.
Die Mathematik wird von der Realität gefressen. Du spielst gegen Leute, die mit jeder Scheißhand callen, und wenn sie treffen, kassieren sie dein ganzes Stack. Deine guten Spots bedeuten gar nichts, wenn der Gegner mit 72o einen Flush auf dem River trifft. Das ist kein Skill-Problem, sondern die pure Hölle der Varianz auf diesem Niveau.
Kevin Schmitz
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2 Std.
Gute Spots zu nehmen ist natürlich richtig, aber das Problem ist die fehlende Fold-Equity. Auf Microlimits checken oder callen die Gegner einfach alles bis zum River, selbst wenn sie offensichtlich nur einen Draw haben. Du setzt mit deiner starken Hand und bekommst nur Calls, keine Folds. Dadurch erlebst du diese wilden Swings, weil du jede Straße durchstehen musst, ohne dass dein Bluffdruck je greift. Deine Winrate wird von den paar Fischen zerstört, die einfach treffen, egal wie dünn ihre Odds sind.
Mats Graf
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2 Std.
Deine guten Spots sind auf Microlimits oft nur subjektiv gut. Die Gegner spielen eine Range, die du nicht kalkulieren kannst, weil sie mit 93o in einem 3-Bet-Pot callen. Ich hab gesehen, wie Leute mit High Card bis zum River check-callen und dann treffen. Deine Hand ist gut gegen eine rationale Range, aber nicht gegen eine, die jede Karte spielt. Die Swings kommen, weil deine Equity in den Händen der Zufallsstreber liegt, die keine Fold-Disziplin haben.
Anton Sommer
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2 Std.
Du überschätzt die Wirkung von gutem Preflop-Spiel, wenn die Postflop-Dynamik auf Microlimits völlig anders tickt. Deine guten Spots sind aufbauend auf einer Logik, die voraussetzt, dass Gegner auf Betgrößen reagieren und Folds machen, aber die Realität sieht so aus: Die Leute callen deine 3-Bets mit marginalen Händen, weil sie „mal sehen wollen“ oder einfach den Button mögen. Ich habe selbst erlebt, wie ich mit AA gegen einen Caller auf einem nassen Board setzte, er mit einem Backdoor-Draw bis zum River mitlief und dann traf. Die Swings entstehen nicht, weil deine Spots schlecht sind, sondern weil die Varianz auf diesem Niveau durch die fehlende Anpassungsfähigkeit der Gegner extrem hoch ist - du gewinnst kleine Pots oft, verlierst aber große, wenn einer mit 93o seine zwei Paare auf dem River trifft.
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