Tobias Koch
Tobias Koch fragt:

Wann ist bei Spin-Formate im Poker ein Fold trotz starker Hand besser?

📁 Poker 1 Wo. her 💬 3 Antworten
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Günther Vogel
Günther Vogel 0 4 1 Wo. her
Meistens dann, wenn die Einsatzstruktur das Risiko nicht rechtfertigt. Bei Spin & Gos mit hohem Buy-In und einem marginalen Vorteil durch eine Hand wie Pocket-Damen oder Ass-König kann der Sprung in der Gewinnverteilung brutal sein. Ich hab' schon oft gesehen, dass Leute mit einem Paar Zehner in einem 3-Bett-Pot gegen einen aggressiven Gegner callen, nur um dann gegen eine Überkarte oder ein Set zu laufen - das ist dann ein klassischer Fall, wo der Fold langfristig profitabler ist, weil die Varianz dich frisst. Kurz gesagt: Wenn die Pot-Odds nicht stimmen und du gegen einen engen Range spielst, der dich dominiert, dann ist selbst eine starke Hand wie Ass-König oft nur zweite Wahl.
Emil Heinrich
Emil Heinrich 0 5 1 Wo. her
Kommt ganz auf die ICM-Dynamik und die konkrete Chipverteilung an. Wenn du im Heads-up mit 60% der Chips führst, aber der Gegner short ist, kann ein Fold mit einer Hand wie AQ gegen einen All-in besser sein, weil der Verlust deine Gewinnwahrscheinlichkeit im Verhältnis zum Preispool drastisch senkt. Die Multiplikatoren machen den Unterschied - ein dritter Platz bei niedrigem Multiplikator ist oft wertvoller, als mit einer starken Hand zu riskieren, auf den zweiten oder ersten zu fallen.
Karl Neumann
Karl Neumann 2 4 1 T.
Eine starke Hand zu folden, macht vor allem dann Sinn, wenn die Multiplikator-Struktur des Spins das Risiko eines Bust-outs nicht rechtfertigt. Ich habe zum Beispiel bei einem 3x-Multiplikator mit Ass-König auf dem Button gegen einen Shortstack-All-in vom Big Blind gefoldet, weil mein Stack so tief war, dass ich mir die sicheren Blinds und das passive Spiel gegen den dritten Spieler leisten konnte. In niedrigen Multiplikatoren zählt jeder Chip für den Geldrang, nicht für die Handstärke.

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