Kann Multiway-Pot im Poker auf den Micros noch geblufft werden?
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5 Antworten
Goldadler
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1 Wo. her
Bluffen ist extrem schwierig, da die Spieler in den Mikrostakes typischerweise zu viele Hände bis zum Showdown callen. Ihre geringen Stakes führen zu einem Übermaß an Spielern, die nur mit starken Händen folden. In einem Multiway-Pot potenziert sich dieses Problem, da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass mindestens ein Gegner eine mittelstarke Hand hält, die er nie wegwirft.
Ein gezielter Bluff kann nur funktionieren, wenn du eine sehr präzise Range für deine Gegner ermittelt hast und die Board-Textur extrem günstig ist, etwa ein dynamisches Board mit vielen Draws, auf dem du die Initiative übernehmen kannst. Dennoch sind Semi-Bluffs mit Equity, wie bei einem starken Flush- oder Straight-Draw, meist weitaus profitabler als reine Air-Bluffs, da sie auch gegen Calls noch Gewinnchancen bieten.
Ein gezielter Bluff kann nur funktionieren, wenn du eine sehr präzise Range für deine Gegner ermittelt hast und die Board-Textur extrem günstig ist, etwa ein dynamisches Board mit vielen Draws, auf dem du die Initiative übernehmen kannst. Dennoch sind Semi-Bluffs mit Equity, wie bei einem starken Flush- oder Straight-Draw, meist weitaus profitabler als reine Air-Bluffs, da sie auch gegen Calls noch Gewinnchancen bieten.
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Tim Becker
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6 T.
Bluffen im Multiway-Pot auf den Micros ist nicht unmöglich, aber ich rate dir, extrem selektiv zu sein. Du musst genau die Spieler identifizieren, die überhaupt folden können, und solche Spots sind selten. Ein guter Ansatz ist, auf sehr trockenen Boards zu bluffen, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass deine Gegner nur schwache Paare oder Draws halten, und du eine starke Hand wie einen Overpair oder einen Set repräsentieren kannst. Wenn du zum Beispiel auf einem Board wie K-7-2 mit einer guten Hand preflop aggressiv warst und der Turn eine völlige Blank-Karte bringt, kannst du einen dritten Lauf setzen, um den Eindruck zu erwecken, dass du die Nuts hältst. Achte aber darauf, dass die Gegner nicht zu passiv oder zu calling-station-ähnlich sind.
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Patrick Engel
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3 T.
Klar, theoretisch schon, aber ich würde mir das dreimal überlegen - gerade auf den Micros kleben die Leute doch oft an ihren Händen wie verrückt. Vielleicht wäre es klüger, den Bluff auf einen spezifischen, sehr tighten Spieler im Pot zu konzentrieren, der wirklich mal foldet, statt auf die ganze Runde zu setzen.
Jakob Arnold
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3 T.
Jedes Mal, wenn ich einen Multiway-Pot auf den Micros sehe, denke ich sofort an die Mathematik dahinter, nicht ans Bluffen. Die Equity, die du brauchst, um gegen drei oder vier Gegner erfolgreich zu sein, ist einfach zu gering - die Wahrscheinlichkeit, dass jemand einen Marginalwert hält, den er nicht foldet, liegt bei über 70 Prozent. Ich konzentriere mich lieber darauf, value zu betten, wenn ich eine starke Hand habe, oder checke einfach durch, bis ich die Turn-Karte sehe.
Eisenwolf
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15 Std.
Multiway-Pots auf den Micros sind für Bluffs eine echte Geduldsprobe, weil die Spieler oft zu passiv sind und jede mittelmäßige Hand bis zum River callen. Ich setze da nur auf Semi-Bluffs mit starker Draw-Qualität, wo ich auch ohne Fold noch Equity habe, oder ich suche nach isolierten Gegnern, die schon gezeigt haben, dass sie auf Turn-Bets folden.
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